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Lizenzhinweis

Die auf dieser Website veröffentlichten Methoden, Lerneinheiten, Dossiers, Konzepte und Medien des Projekts AntiAnti von medialepfade.org sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz by www.medialepfade.org – Fidel Bartholdy | Robert Behrendt | Claudio Caffo. D.h. das Werk darf sowohl für nicht-kommerzielle als auch für kommerzielle Zwecke verbreitet und verändert werden, sofern der Urheber des Originals wie oben beschrieben genannt wird.

Zur Materialnutzung

Das Projekt AntiAnti befasst sich an der Schnittstelle von politischer Bildung und Medienbildung mit Primärprävention zu Online-Radikalisierung in den Bereichen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Islamismus. Die Bedeutung dieser Bildungsarbeit steht angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen außer Frage. Umso wichtiger ist es, dass zivilgesellschaftliche Akteur*innen gemeinsam pädagogische Ansätze zum Themenfeld entwickeln, proben und verbreiten. Diesem Ziel soll die Veröffentlichung der Methoden und Lerneinheiten des Projekts als freie Bildungsmaterialien dienen.

Die zur Verfügung gestellten Materialien sollen Bildner*innen und Lehrkräften in außerschulischen Jugend- und Bildungseinrichtungen und Schulen helfen, zu Online-Radikalisierung und benachbarten Themenfeldern eigenständig Lerneinheiten durchzuführen oder eigene Ansätze durch zusätzliche Methoden zu stützen. Voraussetzung dafür ist vor allem ein zeitgemäßes pädagogisches Grundverständnis und die Bereitschaft sich mit problematischen Fragen mit hohem Aktualitätsbezug und Konfliktpotential auseinanderzusetzen. Politische Bildung muss Haltung zeigen und in die Auseinandersetzung mit antidemokratischen Entwicklungen und Akteur*innen gehen. Das OER-Material unterstützt vor allem dieses Anliegen und kann auf entsprechend viele verschiedene Bedarfe, Lernanlässe und Lernorte hin angepasst werden. Auch dafür wird es unter freier Lizenz veröffentlicht.

Die die Materialien gliedern sich in drei Hauptformate: Methoden, Lerneinheiten und Dossiers. Methoden können modular eingesetzt und angepasst werden. Sie sind Bestandteil von größeren Lerneinheiten und dienen als Einstieg, zur Vertiefung oder Zusammenführung eines Themas. Lerneinheiten beinhalten meist alle drei Phasen und behandeln ein Thema ausführlicher. Ob eine Lerneinheit als Workshop, Unterrichtseinheit oder in Projektarbeit gestaltet wird, liegt in der Hand der Durchführenden und sollte vom pädagogischen Rahmen abhängen. Dossiers sind vertiefendes Material, um sich Zusammenhänge zu erschließen und eine Überblick über ein Thema zu gewinnen. Sie bilden den fachlichen Hintergrund zu Methoden und Lerneinheiten. Alle Materialien auf der Website sind darüber hinaus verschlagwortet und über die Suchfunktion auffindbar. Sie gliedern sich fein nach Themenschwerpunkten und methodischen Bedarfen wie Zielgruppe, Dauer oder Arbeitsweise. Zudem werden die Materialien auch als Download zur Verfügung gestellt.

Anfragen

In einigen Fällen haben wir uns entschieden, Bild-, Audio-, Video- oder Textmaterial mit problematischen Inhalten nicht frei ins Netz zu stellen. Als Autoren dieses freien Bildungsmaterials sind wir der Auffassung, dass eine leicht verfügbare Auflistung extremistischer Inhalte in der Publikation nichts verloren hat, denn wir wollen dieser politischen Agenda nicht auch noch zu mehr Reichweite verhelfen.

Wir sind jedoch davon überzeugt, dass die kritische Abwägung von Bildungszielen, Materialien und Methoden durch die politische Bildner*innen selbst unternommen werden sollte und bestenfalls vor der Lerngruppe transparent gemacht werden kann. Wenn sich in der Publikation also Hinweise auf zusätzliche Materialien finden, die nur im Rahmen eines angeleiteten und begleiteten Lernprozesses eingesetzt werden sollten, dann nehmt gern Kontakt mit uns auf. Wir stellen euch auf Anfrage diese Materialien gern zur Verfügung.

Desweiteren stehen wir gerne für Fragen zur Verfügung und helfen bei der Anpassung auf die eigene Zielgruppe. Weiterhin sind wir wie gewohnt für Workshop- oder Fortbildungsanfragen zu erreichen. In Berlin ist unser Angebot kostenlos. Gerne führen wir auch Fortbildungen zu selbstständigen Durchführung unserer OER durch.

Kontakt

Tel: 030/55273140
E-Mail: kontakt@wirsindantianti.org

Wie funktioniert OER?

Open Educational Resources (OER) sind Bildungsgüter jeglicher Art, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Eine solche offene Lizenz ermöglicht den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen. Open Educational Resources können einzelne Materialien aber auch komplette Kurse, Bücher, Datenbanken oder Konzepte umfassen. Jedes Medium kann verwendet werden – die Publikation kann im Analogen stattfinden, der digitale Raum erweitert die Möglichkeiten offener Standards und Zugänge jedoch um ein Vielfaches. OER können sein: Archive, Kunstwerke, Vorträge, Filme, Dossiers, Multimedia-Anwendungen, Podcasts.

OER-Materialien können ohne Lizenzbeschränkung verwendet und auf unterschiedliche Nutzergruppen hin angepasst werden. Darüber hinaus ermöglichen sie eine zeitnahe Empfehlungskultur, fördern gerade mit digital gestützten Methoden den Austausch, Inspiration und Nachahmung. Kollaboration, Reproduktion und Remix sind tief in der digitalen Kultur verankert. Zudem kommt OER ein immer größerer Stellenwert für zeitgemäße Pädagogik und didaktische Prozesse zu. Materialien und Lernumgebungen können sehr flexibel auf unterschiedliche Lerngruppen, Lernniveaus, Sprachen und thematischen Zugänge hin angepasst werden. Durch den flexiblen Umgang mit  Wissen und Information in einer offenen und freien Lernumgebung verbessert sich aber vor allem der Lernprozess. Ausgestaltungsmöglichkeiten, Aneignung durch produkt- und handlungsorientiertes Lernen – der selbstbestimmte Umgang des Lernenden mit der Materie bedeutet Qualität  und nachhaltiger Nutzen. Man spricht daher auch von Open Educational Practice (OPE). Gemeint ist hiermit vor allem, dass Vermittlung, Aufklärung, Sensibilisierung aber auch Inspiration und Empowerment genau dann gelingen, wenn durch den Lernenden selbst Neues OER im Themenfeld entsteht.